Nach ca. 9 Stunden Flug mit KLM von Amsterdam landet man auf dem Flughafen Hato. Wenn man nach Curacao möchte, sollte man auch direkt dorthin fliegen (nicht über Aruba). In Aruba gibt es keine Schließfächer auf dem Flugplatz, kein Restaurant und wenn man die Zeit bis zum Weiterflug in Oranjestad verbringen will, muß man sein Gepäck mitschleppen :-( Der Flughafen Hato liegt gegenüber der Hauptstadt Willemstad auf der anderen Inselseite. Wir haben den Flug direkt bei KLM gebucht - war etwas günstiger als im Reisebüro :-) |
|
|
Mit dem Taxi dauert es etwa 30 Minuten bis zum Captain
Don's Habitat und kostet etwa 20 - 30 Dollar (vorher aushandeln). Im
Reisebüro sollten wir 75.-DM Transfer (pro Person) zahlen... Auf der
Fahrt zum Hotel bemerkt man schnell, warum auf Curacao Kakteen besonders
gut gedeihen: Das Klima auf Curacao ist sehr trocken. Tagsüber sind
es meist 34 - 38°C mit einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit. Wir waren
in der Regenzeit dort (Oktober - Februar) und haben 4 Wochen lang keinen
Tropfen Regen abbekommen. Es weht immer ein kräftiger Passatwind der
die Temperaturen aber absolut erträglich macht. |
Captain Don's Habitat liegt in einem Naturschutzpark - bevor das Taxi das Hotel erreicht muß man noch durch eine Straßensperre, die sich als eine, durch einen Uniformierten bewachte Schranke, darstellt. Ist man dann dort, geht man etwas ungläubig zu der etwas offenen Anmeldung und wundert sich über die Ruhe. Eines wird einem sofort klar: Hier herrscht kein Massentourismus. Was einem sofort auf Curacao auffällt sind die überaus freundlichen Einwohner. Das ist dann auch bei der Anmeldung so. Das es sich bei dem Captain Don's Habitat um ein Tauchhotel handelt, merkt man bei der ersten Frage nach dem Brevet. |
|
|
Bei der Anmeldung wird man aufgeklärt, daß man sich melden muß, wenn man mal einen Tag NICHT Taucht. Dann gibt man einfach sein Blei ab und schreibt es in die Liste ein. Ansonsten war das Captain Don's Habitat das Beste, was wir bisher erlebt haben (besonders die Tauchguides). Im Captain Don's Habitat herrscht das sogenannte "dive and feel free"... solange man sich an die Umweltauflagen hält. Das bedeutet: Man kann 24 Stunden am Tag Tauchen - ohne An- und Abmeldung. Einfach die vollen Pressluftflaschen nehmen und abtauchen. Einschreiben muß man sich nur bei den Bootstauchgängen. Auch bei den Bootstauchgängen herrscht kein "Gruppenzwang". |
Nach dem Briefing vor Ort kann man den Tauchguides folgen oder sich selber umsehen. Auch wenn man zu der Gruppe der Taucher gehört, die durch geringen Luftverbrauch etwas länger "unten" bleiben, gibt es keine Probleme. Wenn der letzte Taucher wieder an Bord ist, geht es zum nächsten Tauchspot. So etwas ist natürlich ideal für UW-Fotografen :-) Wie gesagt, es ist alles sehr frei und es wird auch erwartet, daß man das Tauchen beherrscht! Für alle die die meinen, die anerkannten Regeln der Physik würden für sie nicht zutreffen, können das hier ohne Probleme auch gerne mal ausprobieren. Dekokammern sind jedenfalls vorhanden... Hingewiesen wird eigentlich immer nur auf das Nichtberühren von Korallen - aus diesem Grund sind auch Unterwasserhandschuhe verboten. |
|
![]() |
Das Meer ist sehr warm - in 30m Tiefe zeigte das Thermometer immer noch 28°C. Man gewöhnt sich schnell daran, öfters als gewohnt auf den Tiefenmesser zu schauen. Durch das warme Wasser und die ausgezeichnete Sicht hat man oft das Gefühl, sich auf maximal 10m Tiefe zu befinden. Wir hatten im Captain Don's Habitat eine Juniorsuite mit Miniküche und einem großen Balkon. Die Zimmer haben alle eine Klimaanlage und waren mit 2 große Doppelbetten bestückt - wir hätten auch mit 4 Personen genug Platz gehabt. Verpflegung hatten wir nicht gebucht, obwohl man im Restaurant "Rum Runners" auch hätte gut speisen können. |
Ein Shuttlebus fährt täglich dreimal nach Willemstad (kostenlos). Das Hotel verfügt aber auch über einen eigenen Fuhrpark. Angeboten werden Allrad-Pickups die man stundenweise (mindestens drei) oder aber auch für einen ganzen Tag ausleihen kann. In der Hauptsache sind die Kisten für eigene Tauchexkursionen oder zur Inselerkundung gedacht. Wir haben damit auch unsere Einkäufe getätigt. Im Captain Don's Habitat gibt es zwar auch einen kleinen Laden... wir sind dann aber doch lieber in den Supermarkt gefahren. Der Supermarkt liegt vor Willemstad auf der rechten Seite. Zu den Preisen: Wir haben so als "Faustformel" die deutschen Preise mal 2 und dann das Ergebnis in Dollar gerechnet. Kommt so ungefähr hin wenn man bedenkt, daß man für eine Flasche Wasser so ungefähr 5.- DM bezahlt (im Captain Don's Habitat noch etwas mehr). Dafür hat man den Vorteil, wenig mit sogenannten "Pauschaltouristen" konfrontiert zu sein. |
![]() |
|
Für Taucher ohne eigene Ausrüstung gibt es alles zum Ausleihen, vom kompletten Tauchequipment bis zur (UW) Fotoausrüstung. Unterwasserfotografen kommen auf Curacao voll auf ihre Kosten. Das Wasser ist sehr klar und es gibt genug Motive aus Flora und Fauna, die sich abzulichten lohnen. Man wird bemerken, daß die meisten Tauchgäste zum Fotografieren kommen. Daher können im Captain Don's Habitat (Dia)filme auch gleich entwickelt werden. Einmal wöchentlich (Donnerstag) gibt es einen Fotowettbewerb im Restaurant Rum Runners. Die anwesenden Gäste wählen dann den Wochengewinner. |
Fotografen sollten ihre Ausrüstung frühzeitig
"temperieren". Aus dem kühlen Hotelzimmer heraus benötigen die
Objektive lange Zeit, bis der letzte Kondenswassertropfen von den (inneren)
Linsen verschwindet. |
![]() |